Stress macht krank! Stress ist ein Unfallrisiko! Stress kostet Geld!

Frühinvaliditätsrisiko

stress

Aus diesem Grund gehört das Thema in ein betriebliches Gesundheitsmanagement!

Denn allein durch die psychischen Belastungen beläuft sich der jährliche Schaden für die deutsche Volkswirtschaft durch kranke Arbeitnehmer auf rund 16 Millionen Euro –
die Tendenz der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen steigt tendenziell – wenn nicht hingeschaut und präventiv etwas unternommen wird.

Die Neuzugänge der Verrentungen wegen verminderter Erwerbsfähigkeit lag 2012 bei ca. 41 %!
Wer soll das bezahlen und vor allem: wer möchte denn überhaupt so krank werden, dass das Leben nicht mehr wirklich lebenswert ist
weil vielleicht die Aufgabe und Herausforderung fehlt?!

Der Normal-Beschäftige hat eine Arbeitszeit von täglich acht Stunden! Ein drittel des Tages also in einem Betrieb, in einem Job, der doch Freude machen sollte und dem Unternehmen Erfolg bringen darf, oder nicht?

Und da der Mitarbeiter in einem Team arbeitet, von Führungskräften unterstützt wird, um seine Aufgabe gut und gesund zu erledigen, dies in unserer Zeit von Höher, Schneller, Weiter doch immer häufiger an den Rand gestellt wird, gibt es Rahmenbedingungen, die unterstützen:

Qualitätskriterien für ein BGM

Am Anfang steht natürlich das ALLE wollen! Oder zumindest schon mal, dass es Begeisterte gibt, die diesen Weg als richtig und wichtig empfinden.

Wir sprechen hier von einer interdisziplinären und hierarchieübergreifenden Zusammenarbeit, denn die Integration im Betrieb ist das wichtigste.
Durchführung einer Ist/Soll-Analyse: Wo steht der Betrieb, wohin will er?
Kontinuität und Ganzheitlichsein: Alle Mitarbeiter in allen Abteilungen sind betroffen. Jeder darf auf das Angebot zurückgreifen, zu jederzeit!
Es gibt viele Modelle, um dies während und auch außerhalb seiner Arbeitszeit dem Mitarbeiter zur Verfügung zu stellen. Wertschätzend ist es – lt. meines Erfahrungsschatzes – während der Arbeitszeit; doch das ist unter „Geben und Nehmen“ sicherlich noch für viele eine Stufe zu weit – obwohl Krankheit ja auch während der Arbeitszeit stattfindet….!

Eine gesundheitsgerechte Arbeitsgestaltung ist auch wichtig! Von flexibler Arbeitszeit bis hin zum Meeting, Hoch-Zeiten einplanen und auch die Nicht-Auftrags-Hochzeit – es gibt ja eigentlich immer etwas zu tun, manches halt eben zu einer anderer Zeit. Doch auch Arbeitsmaterialien gehören dazu: denn auch hier gilt – am falschen Ende sparen, kostet mehr!

Im übrigen heißt es: Investiere als Unternehmer einen Euro in die Gesundheit deiner Mitarbeiter und du bekommst drei zurück! 

Doch ich persönlich nehme diesen Satz als wirtschaftliches Argument hin, sehe jedoch lieber dahinter, was da noch viel mehr zurück kommt….

Wichtig ist es, dass die Angebote orientiert sind an die Zielgruppe – die Buchhaltung benötigt sicherlich ein anderes Seminar als der Vertrieb oder gar die Produktion. Vorneran sollte jedoch immer die Stärkung der persönlichen Gesundheitskompetenzen stehen: denn da ist jeder individuell betroffen! Und Manager und Führungskräfte sind häufig aufgrund ihrer phänomenalen Fachkompetenz auf diesen Karrierezug aufgestiegen – doch haben sie die Emphatie und die Führungskompetenz? Bringen Sie die „Werkzeuge des Führens“ mit? Dies darf auch gelernt sein.

Betriebsrat, die Vertrauensperson der Schwerbehinderten, der Betriebsarzt und Arbeitssicherheitsfachkraft, die Krankenkassen und Berufsgenossenschaften sind die ersten Ansprechpartner, um die passenden Instrumente des großen Angebotes im BGM individuell für den Betrieb zu finden. Wer hier von außen Unterstützung benötigt, kann mich gern kontaktieren!

Und was ist sonst der Nutzen?

Für das Unternehmen werden Fehlzeiten reduziert, die Krankenstände vermindert und ggf. sogar die Fluktuationsrate. Durch die Förderung der Kommunikationsstrukturen und -prozesse sowie des Betriebsklimas werden die Arbeitsmotivation und -zufriedenheit gesteigert. Die Identifikation mit dem Betrieb findet statt, ist sehr wertvoll und effizienzsteigernd.
Teilen Sie Ihren Mitarbeitern die Sinnhaftigkeit von Entscheidungen und deren Ziele mit, weil das Reden immer noch Gold ist! Und wenn Einwände, Ideen und Lösungen von ihnen zurück kommen, brainstormen Sie!

Für den Mitarbeiter macht dann das Arbeiten wieder Spaß und motiviert.

Durch

  • die Erweiterung von Fähigkeiten mit Belastungen umzugehen,
  • das Erlangen eines erhöhten Selbstwertgefühls, was ein Teil von der wichtigen Widerstandskraft, Resilienz, ist,
  • die Verringerung von gesundheitlichen Risikofaktoren und
  • für die Verringerung von Auftreten von chronischer Krankheiten

bringt es neben

  • der Verbesserung des individuellen Wohlbefindens,
  • eine Verbesserung der Kommunikation in Gesundheitsfragen im Betrieb und
  • somit der Arbeitszufriedenheit an sich und
  • letztlich eine bessere Lebensqualität.

Das verbesserte Betriebsklima wird zum Aushängeschild!

Woher letztlich die Stressoren kommen, ist in jedem Betrieb individuell. Allerdings zeigt die Forschung mit neuen Erkenntnissen, dass der Arbeitnehmer und auch die Führungskraft in seinen Anforderungen einem ständigen Wandel an neuem Wissen, Aufgaben und Lernprozessen ausgesetzt ist. Das kostet Kraft. Ständig und Immer!

Fazit:

!Richtig hinschauen, hinhören, verstehen und mitteilen!

!Unterstützung durch Fachkräfte* für Gesundheit und Kommunikation im Betrieb!

!Seinen Betrieb individuell gestalten mit den Zielen, Sinnhaftigkeit, Fachwissen und dem Mitarbeiter am richtigen Platz!

!Und die Bereitschaft mit den Ergebnissen, Ressourcen gezielt zu fördern!

*z. B. Gesundheitscoach, Feelgood-Manager