Muss erst was passieren, damit etwas passiert?

Liebe Leserin, lieber Leser,

kommt dir dieser Satz bekannt vor? Na, eigentlich wird dieser Satz anders formuliert: „Es musste erst was passieren, damit du ….!“ Oder wann sagst du ihn?
Zumeist wenn Menschen, die „urplötzlich“ krank geworden sind, in „Bewegung kommen“, über ihre Lebensgewohnheiten nachdenken, ggf. sogar etwas ändern, dann, wenn es nämlich schon passiert ist!

Häufig wird in Freundschafts- oder auch Familiengesprächen der Hinweis angeführt: „Arbeite nicht wieder so lange!“ „Nimm dir mal Zeit für dich!“ „Geh mal wieder zum Sport, du hast zugenommen!“ „Muss du schon wieder in der Woche zum Bier greifen?!“ und ähnliches! Und dann passiert es: chronisch erkältet sein, ständige Rückenschmerzen, Bluthochdruck oder gar Herzinfarkt, Schlaganfall, Burnout, unruhig sein, Schlafmangel, etc….

Doch weshalb nicht schon vorher?
Dein Fahrzeug, deine Heizungsanlage, selbst die Kaffeemaschine bekommt regelmäßig einen Check, damit auch alles schön in Ordnung ist, öl-, schmutz- und kalkfrei, damit es eine lange „Lebenserwartung“ hat und keine größeren Kosten für eine Reparatur oder sogar ein Neukauf anstehen muss.

Und wie sieht das mit deinem Körper aus? Wie regelmäßig „checkst“ du ihn?

Neben der Ernährung und Sport treiben sehe ich das Ganze als „Gesundheitsmanagement“ und für mich ist heute ganz klar: „Gesundheit beginnt im Kopf!“ = mentale Gesundheit!
Denn wer bewusst sein Leben, seinen Körper, sein Bauchgefühl, sein Gefühl kennt, kann erste Anzeichen – egal ob körperlich oder auch seelisch – wahrnehmen, hinschauen, hinhören und etwas unternehmen.

Als Expertin bei einer Gesundheits-Projektwoche in einer Schule wurde ich gefragt: „Was ist mentale Gesundheit“ und für mich sind es folgende Überschriften, die einen Kreislauf ergeben:

MENTALE GESUNDHEIT

  • Gedankenhygiene
  • Ziele/Visionen/Motivation
  • Resilienz
  • Entspannungsmethoden
  • Stärken stärken

Sie alle bringen uns in einen Flow des Gesundseins und des Gesundbleibens und lassen uns in Situationen, die heikel sind, die vielleicht sogar eine Krise darstellt, anders denken und handeln.

Ich möchte in den nächsten Wochen diese Themen ausführlicher betrachten und über Möglichkeiten für dein individuelles Gesundheitsmanagement informieren.

Was gehört noch dazu? Auch wirst du etwas über „Bilder im Kopf“ und weshalb „Spaß und Freude“ wichtig sind und immer mal wieder etwas über Stressbewältigung 🙂 erfahren.

Heute fang ich mal mit Gedankenhygiene an. Was ist das nun wieder?

Dies ist DEIN DENKEN! Das, was keiner mitbekommt – wir haben rd. 60000 Gedanken pro Tag! Uiiiii – und nach Eckhard Tolle* sind davon 72 % flüchtig und unbedeutend, die dennoch eine Wirkung auf dich selbst haben, 25 % schaden sogar, dir und anderen, weil sie einfach destruktiv sind und nur 3 % sind hilfreich, um dir und andere Nutzen zu bringen – Hammer! Oder?

Wie beschrieben, ALLE Gedanken bewirken etwas – in dir – positiv und negativ!
Mmh? Und was machst du nun mit dieser Information?

– Denk mal drüber nach, welche Gedanken dir gut tun? (Negatives lässt dich auch körperlich eher ins Negativ schleifen, das ist das mit der Energie in dir)

– Welche Gedanken bringen dich zu deinem Ziel, zu deinen Zielen? (Das Thema wird im nächsten Artikel erläutert)

– Geh weg von Negativ-Sätzen und -Wörtern: sprich (auch in Gedanken) und tu etwas positives:
über deine Wünsche, über dich und deine Mitmenschen, über dein Sein;
wertschätzend zu dir im Selbstgespräch und auch zu deinem Gegenüber

– Verwende sogenannte Affirmationen, positive Glaubenssätze, kurze passende Sätze, die dich zu deinem Ziel führen (ach, da ist es schon wieder)
– Meditiere! Ja, du kannst es ganz klassisch mit dem „Ohm“ machen und auch ganz einfach bei einer Tasse Kaffee, Tee, Wasser, schließe die Augen, sei bei dir, achte auf deine Atmung und gehe in Gedanken an deinen Lieblingsort. Zu jeder Zeit, wenn du es magst und benötigst …

– Während des Schlafens arbeitet das Gehirn unter anderem mit den letzten Gedanken, Gesehenem oder Gehörtem. Daher ist es sinnig beim Einschlafen positive Gedanken mitzunehmen: hilfreich sind angenehme fröhliche Bilder/Filme zu erleben, gewaltfrei und positiv (auf Nachrichten am besten verzichten …), sich mit ruhiger Musik oder Texten (ich empfehle die Meditations-App iWile*) in den Schlaf zu bringen und

– sei dankbar! Für das, was du hast! Nimm dir ein Blatt Papier, die dunkle Jahreszeit lädt dich dazu ein, um aufzuschreiben, für was du alles dankbar in deinem Leben bist (und das sind viele Sachen, die du für selbstverständlich hälst – auf meiner Liste steht zum Beispiel, dass ich dankbar dafür bin, Füße in „Normalgröße“. Größe 39, zu haben, ich finde das absolut klasse…)
und wenn du magst, wenn dir der Gedanke gefällt, kaufe dir ein hübsches Notizbuch und schreibe jeden Tag auf, für was du heute dankbar bist. Oder teile es auf andere Art und Weise mit: schreibe auch deiner Liebsten, deinem Liebsten, deiner Familie, deinen Freunden wie toll es ist, sie in deinem Leben zu haben, teile auf Facebook und erfreue auch andere mit Erfolgen. Es gibt vielfältige Möglichkeiten – still und auch offen! (da ist schon wieder was mit Energie, die du damit auslöst)

Zitat: Pflege täglich deine Gedanken, denn sie werden dein Leben bestimmen. (unbekannt)

Denn das verhilft dir, deinen Tag strahlender zu begegnen. Allein schon morgens beim Zähneputzen dich in deinem Spiegelbild anlächeln, bitte die Augen dabei mitnehmen und zu dir laut zu sprechen: „heute wird ein wundervoller Tag mit klasse Erlebnissen“ wird deinen Tag anders, positiver beginnen lassen als bisher.

Ja, das zum Thema Gedankenhygiene. Wer mag, darf mir gern seine Gedanken dazu mitteilen 🙂
Und auch, welche dieser Überschriften aus der „mentalen Gesundheit“ dich besonders interessiert.

Ich freue mich darauf!
Mit den besten Wünschen zum Gesund und Glücklichsein,
herzlichst, Kerstin

*Eckhart Tolle ist ein kanadischer spiritueller Lehrer und Bestsellerautor spiritueller Bücher
**http://www.iwile.com/