Burnout-Syndrom – was kannst du dagegen tun?

Du bist gar nicht betroffen? Dann brauchst du auch nicht weiterlesen!

Doch gerade das ist häufig ein Trugschluss.

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Ich habe heute noch mit einer guten Bekannten telefoniert und sie erzählte, dass ihre Tochter, zwanzig, in der Ausbildung zum Bachelor, gerade vor den „Arbeiten“ einen Ausschlag bekommt, der danach wieder mit der Zeit verschwindet. Und sie kommt nicht zur Ruhe. Erste Anzeichen von Stress. Stress, der sich körperlich nach außen hin zeigt.

Chronischer Stress macht krank. Das wissen viele. Und dennoch wird nicht auf die Symptome geachtet. Es ist wichtig, die Energiereserven in Balance zu halten, denn ohne sie, sinkt die Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit. Auch Schlafstörungen, Magen-Darm-Probleme und Bluthochdruck können Symptome sein. Gerade jetzt auch in der Herbstzeit ist das Immunsystem besonders gefordert und es darf gestärkt sein. Zudem begünstigt Stress Rückenschmerzen (Volkskrankheit Nummer eins) sowie die Herzerkrankungen und auch Atemwegsprobleme.

Und es gibt viele Möglichkeiten, Stress zu vermindern: Gesund leben!

Doch was heißt das? Neben den Pausen im Job- und Schulalltag, Spaziergängen und Sport in der Natur, Bewegung im allgemeinen, Entspannungstechniken wie Yoga, Tai Chi, Progressive Muskelentspannung sind es auch die Ruhephasen – ein paar Minuten für sich sein, sitzend, liegend, ruhige Musik und deinen Atem folgen. Gesunde ausgewogene Ernährung, ausgeglichener Schlaf, ein gutes soziales Netzwerk mit Freunden und Familie pflegen mit wertschätzender Kommunikation, kreativen Hobbys und vor allem fröhlich sein, gehören ebenfalls dazu. Es gibt noch viel mehr Möglichkeiten. Und du darfst das richtige für dich finden.

Das sind präventive Maßnahmen! Da kann jeder zur jederzeit seine Entscheidung treffen, was ihr/ihm gerade gut tut.

Doch was ist im Job? Wie kannst du da etwas verändern?
Ich empfehle eine wertschätzende Kommunikation mit- und untereinander. Einige, gerade die Führungskräfte, fühlen sich vielleicht nun auf den Schlips getreten; doch der Austausch ist so wichtig im Team und der Führungskraft (meist ja sogar mehrere FKsin der Hierarchie). Teammeetings werden heute aus Zeitgründen teilweise gar nicht mehr geführt. Maximal eine Telefonkonferenz. Doch kann ich da die Energie spüren, die unterwegs ist? Schau ich in die Gesichter, um zu sehen, welche Gefühle der eine oder andere zu einem Punkt auf der Tagesordnung hat? Und ein Wort am Telefon ist noch anders formuliert als es jemanden direkt zu sagen. Probleme können ganz anders angegangen werden, visuell mal auf einer Tafel notiert, hat das eine ganz andere Perspektive als die Bilder im Kopf, die bei jedem bei „nur hören“ initiiert werden.

Manche Aufgaben können im Team gelöst oder auch an jemanden abgegeben werden, der dies „besser“ kann, weil er einfach eine Stärke hat dafür. Flexibilität ist heute ein wichtiger Faktor.

Das Zusammengehörigkeitsgefühl entsteht durch Vertrauen und durch das Bewusstsein, sich auf den anderen, sein Reden und Handeln verlassen zu können. Ein Team mit einem starken Zusammengehörigkeitsgefühl fühlt sich arbeitsfähiger und erfolgreicher als ein Team, dass z. B. „Dienst nach Vorschrift“ und nach formellen Verfahren sein Projekt „wie immer“ bearbeitet.

Im Gesetz ist seit 2013 verankert, dass über das betriebliche Gesundheitsmanagement einiges dafür getan werden kann, um „Gefährdungen für das Leben sowie die physische und psychische Gesundheit möglichst vermieden und die verbleibende Gefährung möglichst gering gehalten wird“.

Und es gibt auf beiden Seiten Nutzen: für den Beschäftigen, um generell gesundheitliche Risikofaktoren zu vermindern und Vorbeugung von chronischen Krankheiten und auch für das Unternehmen sind Fehlzeitreduzierungen und die Verminderung von Krankenständen interessant.
Denn Stress kostet Geld! Stress macht krank! Stress ist ein Unfallrisiko!
Und es gibt Fördergelder dafür, Mitarbeiter Workshops, Seminare und auch Coachings zu ermöglichen!

Doch zurück zu dir. Was kannst du für dich tun?

Wissen um das Thema Stress hilft schon mal. Denn Stress ist nicht gleich Stress. Kann aber langfristig zu Schmerzen und Einschränkungen jeglicher Art führen.
Finde heraus und beantworte dir, was sind deine Erwartungen an deinen Job, an dein Umfeld?
Was motiviert dich, in diesem Job zu arbeiten?
Da kommen auch der sogenannten Präsentismus bzw. Absentismus dazu: „Bin ich so krank, dass ich fehlen muss?“ oder „bin ich noch so gesund, dass ich weiter arbeiten kann?“ (Bei mir war der erste Satz mein Antreiber, Anm. der Schreiberin).
Was sind deine inneren Antreiber, denn zu sagen „das schaffe ich ja doch nie!“ oder auch „na, klar, mach ich das ‚eben‘ noch!“ solltest du überprüfen und nochmal drauf schauen. Durch dein Wissen um deine Fähigkeiten, Motivation und Stärken kannst du erreichbare Ziele definieren und erreichen. Und das gesund!

Du merkst, das Thema ist groß und macht kein Stopp, ob privat, in Schule und Beruf.

Falls dich das Thema interessiert, gibt es passende Workshops zum Thema Resilienz!
Oder auch ein Gespräch mit mir unter vier Augen, denn manches benötigt auch eine diskrete Atmosphäre und ich nutze u. a. die Klopf-Technik EFT, um Ängste und Blockaden zu lösen.

Vielen Dank!

Mit den besten Wünschen zum Gesund- und Glücklichsein

herzlichst

Kerstin