BGM ist innovativ > dBGM

Das betriebliche Gesundheitsmanagement ist bei vielen klein- und mittelständischen Unternehmen noch gar nicht bekannt. Viele sind mit ihrem Arbeitseinsatz beschäftigt, um den Betrieb am Laufen zu halten, den Kunden und den Lieferanten gerecht zu werden, und erfolgreich am Markt zu werden.

Etliche von ihnen haben ihren gelernten Job als Sprung zur Selbständigkeit genutzt und einen Betrieb eröffnet oder auch im besten Fall von jemanden übernommen.

Die Fachkompetenz ist unbestritten, Ideenreichtum und Kreativität sind sicherlich auch vorhanden und die Motivation und Freude sind anfangs auch der innere Antrieb, um gesund durch den Alltag zu kommen.

Doch waren die Ausbildungen zumeist sachlich und trocken: das Handwerk wird gelernt, ein wenig Betriebswirtschaftslehre, für die Steuern wird der Steuerberater beauftragt …und was ist mit den Führungsqualitäten?

Emphatie ist eine große Hilfe, um ein Betriebsklima zu schaffen, dass jeden Angestellten und Arbeiter gern arbeiten lässt. Doch ist dies im heutigen Zeitalter des Zeitdrucks, des immer größer, schneller und weiter, nicht mehr alles und es wird mehr benötigt, um Mitarbeitern ein Vorgesetzter zu sein, der authentisch und ein Vorbild ist und sie führt und motiviert!

Gemeinsamkeiten schaffen, Ausgeglichenheit zum Joballtag, Sport und Fun, Entspannung, Massage-Angebote, den sogenannten „Feelgood“ in den Betrieb bringen, sind heutige Rahmenbedingungen, um die psychischen Belastungen zu minimieren. Doch das sind äußere Möglichkeiten, um gesund im Job zu bleiben.

Stressbewältigung beginnt im Kopf

Das soziale Verhalten mit hinschauen, hinterfragen, Wertschätzung und eine Portion Humor für die einzelnen Führungskräfte, Mitarbeiter und auch sonstige Funktionen im Personal- oder Betriebsratsbereich sind maßgeblich beteiligt wie auch

  • richtige Kommunikation
  • wissen, wann Stress beginnt
  • Stärken der Mitarbeiter richtig einsetzen
  • sitzt der richtige Mitarbeiter auf der richtigen Position?
  • nicht jammern – Lösungen finden
  • Krisen als Chance nutzen
  • Veränderungen positiv gegenüberstehen
  • „Blueprints“ oder Schemata flexibel gestalten
  • gemeinsam Ziele erarbeiten und umsetzen

Dies sind einige Beispiele, um ein BGM anzustoßen, dass auch den Krankenstand und die Fluktuation minimieren kann und somit den Ausgabenbereich verkleinert. Denn nicht nur Bewegungsprogramme, Suchtprävention oder Ernährungsthemen werden steuerlich gefördert, auch und gerade die Stressbewältigung, um die erhöhten Zahlen der Burnout- und Boreout-Generation zu unterbinden.
Denn es ist wissenschaftlich bewiesen, dass zufriedene und motivierte Arbeitnehmer auch glücklicher und somit gesünder sind.

Zur Zeit sind wir im Informations-Zeitalter, manche sagen auch Transformationszeitalter, denn wir werden immer besser in der Aufnahme und auch in der Umsetzung von neuem Denken und Handeln. Dies sollte genutzt werden, um Mitarbeiter und das Unternehmen ein neues Gesicht zu geben: ein Gesicht der Freude am Arbeiten!

gesicht_der_freude

Um auch die fortgeschrittene Technik des Alltags zu nutzen, kümmern sich bereits Hochschulen und Interessierte um das dBGM – digitale betriebliche Gesundheitsmanagement. Hier bei geht’s beispielsweise um Apps, die speziell für die Mitarbeiter kreiiert werden, um gesünder durch den Job-Alltag zu kommen. Über das Laptop und das Smartphone jederzeit nutzbar, um individuell das Angebot annehmen zu können. Und dies wird kein Trend sein! Dies wird in ein paar Jahren schon so selbstverständlich sein wie flexible Arbeitszeitmodelle.

Doch mache ich mir auch Gedanken, welche Unternehmen von diesem Angebot Gebrauch machen werden? Viele sind ja der Meinung, dass das gesetzlich vorgeschriebene BGM gar nicht vonnöten sei  – und ob sie dann auf diese neue Möglichkeit zurückgreifen werden?

Für mich darf erst mal eine grundsätzliche Bewusstseinserweiterung und Offenheit bezüglich des Mitwirkens eines BGMs gesät werden, um auch die Früchte eines passenden betrieblichen Gesundheitsmanagements zu ernten.

Denn noch zu viele wissen gar nicht, um ihre Verantwortung und ihr passives Zutun für die Gesundheit ihrer Mitarbeiter und somit ihres ganzen Unternehmens.